Kultur des Friedens

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Pressemitteilung, 8. Januar 2007

Gesellschaft Kultur des Friedens ruft zu einem Dialog mit zivilgesellschaftlichen Gruppen im Iran auf

Anlässlich einer Reise der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) in den Iran, vom 29.12.06 bis 3.1.07, wurde bei Treffen mit verschiedenen Vertreter/innen der Zivilgesellschaft in Teheran eine Zusammenarbeit im Bereich Frieden, Frauenrechte, Umwelt, Kultur und Wissenschaft vereinbart.
Bei einer Zusammenkunft mit der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi wurden iranische Kulturwochen in Deutschland vorgeschlagen, um einen Dialog der Kulturen zu fördern. Frau Ebadi hat eine Kampagne im Iran organisiert, um 1 Million Unterschriften für die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau im Iran zu sammeln. Mit diesem Referendum soll dies in der iranischen Verfassung verankert werden. Dafür sucht sie internationale Unterstützung.
Mitglieder der GKF nahmen an einem Netzwerktreffen von Frauen für den Frieden in Teheran teil, trafen Repräsentanten von Umweltgruppen wie Green Outlook Supporters mit 3000 Mitgliedern in der Hauptstadt und 18 Vertretungen im Iran.
Begegnungen mit unabhängigen Künstlern aus dem Bereich Musik, Theater, Film sollen zu einer Kulturbrücke des Friedens entwickelt werden. Die zahlreichen Kontakte in Teheran mit Vertreter/innen der Zivilgesellschaft, so der Vorsitzende der GKF, Henning Zierock, haben gezeigt, dass ein großer Wunsch an Kooperation vorhanden ist. Zierock warnt vor einer Politik der Isolation gegenüber der iranischen Bevölkerung, die nicht zu einer demokratischen Entwicklung des Landes beitrage.
Diese Strategie, das zeige das Beispiel Irak, habe zu viel Leid, Chaos und Bürgerkrieg geführt.

Die Gesellschaft Kultur des Friedens will deshalb Kultur-Tage in diesem Jahr mit Kulturschaffenden aus dem Iran in Tübingen, Stuttgart und Berlin organisieren. Eine internationale Delegation in den Iran ist ebenfalls für 2007 geplant.
Plänen von militärischen oder sogar Nuklearangriffen gegen den Iran, wie sie laut Zeitungsberichten existieren sollen, müssen durch die UN und die EU zurückgewiesen werden.
Statt militärischer Eskalation fordert die GKF eine atomwaffenfreie Zone für den Mittleren und Nahen Osten und den Einstieg in einen weltweiten nuklearen Abrüstungsprozeß.
Das Atomprogramm der iranischen Führung, so die Meinung iranischer NGOs könne langfristig auch durch alternative Energien ersetzt werden. Darauf sollte die UN hinarbeiten, um die weltweite Energieproblematik nachhaltig zu lösen.

Bildmaterial von Teheran und weitere Informationen können bei der GKF angefordert werden.
8.1.07 12:39
 



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