Kultur des Friedens

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Pressemitteilung, 29. Juli 2006

Offener Brief an Angela Merkel auf Stuttgarter Demo

Bei der vom Friedensnetz Baden-Württemberg organisierten Kundgebung gegen Krieg im Libanon und Israel, am Samstag den 29.7.2006 in Stuttgart, wurde ein Appell an die Bundeskanzlerin Angela Merkel von zahlreichen Teilnehmern der Kundgebung unterzeichnet. In dem offenen Brief der Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) wird die Kanzlerin aufgefordert, sich für den sofortigen Stopp aller Kriegshandlungen der beteiligten Parteien einzusetzen und nicht der Logik des Krieges sondern der Logik des Friedens zu folgen, wie es das Grundgesetz und die UN-Charta vorsieht.

Der Brief kann herunterkopiert und an das Kanzleramt gesendet werden.


Bundeskanzleramt Berlin
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin


Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel

KRIEG IM LIBANON, ISRAEL UND IN DEN PALäSTINENSISCHEN GEBIETEN

29. Juli 2006

Sehr geehrte Frau Merkel,

der Krieg im Libanon, in Israel und in den palästinensischen
Gebieten ist menschenfeindlich und völkerrechtswidrig. Deshalb erwarten wir von Ihnen, dass Sie sich mit aller Kraft für das Ende des Krieges im Nahen Osten einsetzen.

Sie haben es bis jetzt abgelehnt, die sofortige Einstellung aller Kriegshandlungen, sowohl auf der Seite der Hisbollah als auch auf israelischer Seite, zu fordern. Stattdessen beharren Sie auf der Reihenfolge, erst die Freilassung der entführten israelischen Soldaten, dann Waffenstillstand. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die
ganze Bevölkerung von Libanon als Geisel genommen. Die Folge sind zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung in Libanon, Israel und Palästina. Diese Sichtweise folgt der Logik des Krieges. Es ist nicht akzeptabel, dass Sie Tod und Vertreibung billigend in Kauf nehmen, entgegen dem Auftrag unseres Grundgesetzes und der UN-Charta.

In Bonn haben Sie am Vortag des Kriegsbeginns im Libanon bei der Übergabe der ehemaligen Parlamentseinrichtungen an UN-Generalsekretär Kofi Annan davon gesprochen, die Vereinten Nationen zu stärken. Wenige Tage später folgen Sie einseitig der US-Politik von Präsident George Bush, der Israel freie Hand für seine Kriegspolitik lässt.

Als Freundin des israelischen Volkes müssen Sie die israelische
Regierung vor dieser Eskalation warnen, weil sich die Gewaltspirale immer weiter drehen wird. Der Irak ist ein Beispiel dafür, wie ein völkerrechtswidriger Krieg den Terrorismus entfacht hat und täglich zahlreiche Menschen getötet werden.

Wir erwarten von Ihnen, dass Sie nicht der Logik des Krieges sondern der Logik des Friedens folgen.
Schließen Sie sich der Forderung des UN-Generalsekretärs Kofi Annan nach sofortigem Waffenstillstand an. Setzen Sie sich für eine neue politische Initiative für einen gerechten Frieden im Nahen Osten ein und unterstützen Sie Initiativen der Verständigung von Friedenskräften auf beiden Seiten.

Setzen Sie nicht auf militärische Schein-Lösungen und folgen Sie der Logik des Friedens.

Mit freundlichen Grüßen,
Henning Zierock
Vorsitzender Gesellschaft Kultur des Friedens
30.7.06 15:09
 



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