Kultur des Friedens

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Davos: Proteste gegen das World Economic Forum und weltweite Vernetzung am Globalen Aktionstag

Presseerklärung
27. Januar 2008

Am 26. Januar, dem Global Action Day, fanden auch im Davos des World Economic Forums Alternativveranstaltungen statt. Zahlreiche Jugendgruppen demonstrierten gegen die Politik der Militarisierung und Ausbeutung des WEF. Im Anschluß luden die Gesellschaft Kultur des Friedens und Amnesty International unter dem Motto „Globalisieren wir die Solidarität!" zu einer Gegenveranstaltung in Davos im Evangelischen Gemeindehaus ein. Dort sprachen Gäste aus verschiedenen Ländern.

Irene Khan, Generalsekretärin von Amnesty International, forderte alle Staaten auf, die freiheitlichen und sozialen Menschenrechte endlich zu verwirklichen und erinnerte speziell China an sein Versprechen, die Olympiade zum Anlass zu nehmen, die Presse- und Meinungsfreiheit zu garantieren.

Henning Zierock , Vorsitzender der Gesellschaft Kultur des Friedens, berichtete von Friedensdelegationen in den Irak und Iran und verdeutlichte eindringlich, welche Probleme Krieg, Intoleranz und Ausbeutung in diesen Ländern hinterlassen haben. Deshalb müsse laut Zierock ein „Menschenrecht auf Frieden" durchgesetzt werden.
Der Südafrikaner Kumi Naidoo, der als Vertreter der NGO „Civicus -Acting Together for A Just World" am WEF teilgenommen hatte, forderte angesichts der weltweiten Kluft zwischen Arm und Reich eine breite Beteiligung der Zivilgesellschaft an politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen.

Heike Hänsel, Mitglied des Bundestags, die bereits an zahlreichen Weltsozialforen teilgenommen hatte, stellte Friedensgemeinden in Kolumbien vor, die sich gegen Vertreibung durch große Ölpalmplantagen-Besitzer wehren. Sie forderte einen internationalen Schutz für die Gemeinden durch die Sozialforumsbewegung.

Die Schweizer Künstlerin Aline Boccardo, Mitglied der „Frauen für den Frieden", warb für ihre Ausstellung surreal anmutender, bei Rohdungsbränden im Regenwald des Amazonasgebietes verkohlter Wurzeln, und forderte weltweite Abrüstungsinitiativen für eine zivile Entwicklung und einen konsequenten Schutz des Regenwaldes. Dazu gehört auch die Entwicklung eines Solar for Peace- Programmes durch die Vereinten Nationen. Henning Zierock, moderierte mehrere Lifeschaltungen zu anderen Aktion-Day-Aktiven. So zu dem kanadischen Träger des Alternativen Nobelpreises Percy Schmeiser, bekannt auch als „Gentechnik-Rebell" und zu dem UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler, dessen Botschaft aus Zürich lautete: Nach den jüngsten Skandalen seien die Schweizer Banken zu sozialisieren. Der Oberbürgermeister der Universitätsstadt Tübingen, Boris Palmer, gab in einer Liveschaltung anschauliche Beispiele dafür, was Bürger/innen in einer Kommune zum Klimaschutz beitragen können und stellte Projekte der Energieeinsparung im Bereich von Wohnen, Arbeiten und Mobilität vor. Eine weitere Schaltung in das Stuttgarter Rathaus zu den Akteuren der Veranstaltung Open Fair, die ihrerseits wieder mit den Gründern des Weltsozialforums in Sao Paulo live in Verbindung standen, rundete die weltweite Vernetzung unter dem Motto "Globalisieren wir die Solidarität" ab. Themenübergreifend stellte die Berliner Schriftstellerin Daniela Dahn das Projekt eines World Social TV vor, das zu einer stärkeren Vernetzung unabhängiger Fernsehstationen und Internetplattformen sich zu einer Stimme für Gegenöffentlichkeit entwickeln soll. Der Globale Aktionstag war ein erster Schritt dazu.

Kontakt in Davos:
Henning Zierock, Tel. 0041-793534990 oder 0049-172-7406310
Gesellschaft Kultur des Friedens, www.kulturdesfriedens.de

Foto1:
http://www.kulturdesfriedens.de/Davos1.jpg

Foto2:
http://www.kulturdesfriedens.de/Davos2.jpg
27.1.08 15:27


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